Auf facebook bin ich in allerlei „Gruppen“ rund ums Thema Essen und Abnehmen. Ich finde ich es toll, das sich so viele zusammen tun um sich gemeinsam zu unterstützten und zu helfen. Manchmal allerdings frage ich mich, ob einige Ideen und Vorschläge der Gruppenteilnehmer das Leid auf Dauer nicht nur verstärken. So einige Tipps führen aus meiner Sicht immer wieder „zurück auf Los“, wenn nicht sogar in eine handfeste Essstörung hinein.

Es ist berührt mich mitzubekommen wie viele Menschen Leidensdruck in Bezug auf ihren Körper und ihr Essverhalten haben, nur zu lange habe ich selbst um mich auf dieser Ebene gekämpft.

So werden Apps empfohlen welche Kalorien am sinnvollsten zählen, Schrittzähler Motivations-Apps mit Durchhalteparolen für jeden Tag.

Regelmäßig erfolgen nach kurzer Zeit die ersten Erfolgsmeldungen darüber, das Pfunde sind gepurzelt sind. Die Freude darüber ist riesig und bereits wenige Wochen später liest man dann (häufig) das erste Mal von „schweren“ Rückschlägen in Form von wiederholten Fressattacken und erneuter Gewichtszunahme. Heiß wird diskutiert welche App nun helfen könnte den inneren Schweinehund wirkungsvoller zu besiegen.

Die Gemeinschaft bestätigt sich gegenseitig „ Es ist nicht einfach – aber du kannst es schaffen“ und das Hamsterrad dreht sich erneut von einem Höhepunkt zum nächsten Tiefpunkt, denn dranbleiben ist alles!

Abnehmen- Zunehmen – Wohlfühlen

Das alles sind Themen die sich nicht in Schwarz oder Weiß aufteilen lassen.

Es kann sein, das man wunderbar abnimmt, einen tollen ranken und schlanken Körper bekommt und sich trotzdem fett fühlt. Es kann sein, das wahnsinnig diszipliniert Kalorien gezählt werden und am Ende „ reißt“ es einen dann doch, es wird sich wieder vollgestopft, erst ein-zweimal und wenn eh schon alles verloren scheint wird die letzte Selbstkontrolle aufgegeben und nach ein paar Wochen ist man „fetter“ und deprimierter als je zuvor, denn nun ist man nicht nur dick, sondern hat auch auf voller Länge versagt.

Aufgrund eigenes Leidensdruck habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema Gewicht und Essen beschäftigt. Dabei habe ich den körperlichen Aspekt, warum es mir nicht gelingt mich beim Essen zu zügeln und ich immer wieder Fressattacken unterworfen war erforscht und es ließ sich nicht vermeiden, ich musste mich auch der seelischen Ebene stellen.

Ich erkannte, das der Körper, über das Essverhalten, einen Leidensdruck der Seele ausdrückte. Hungern oder maßloses essen, geschieht weil die Seele leidet und etwas ausdrücken möchte.

Solange das eigentliche Problem nicht gelöst wird, wird die Seele immer wieder den körperlichen Zustand herstellen unter dem man leidet. Nicht weil sie einen quälen will, sondern, weil die Ursache des tatsächlichen Leidens nicht bewusst angenommen und gelöst wurde.

Solange dies nicht geschieht, wird das Thema Körperunzufriedenheit, Gewicht und Essen immer wieder ein Thema sein. Ein Ablenkungsmanöver, eine Art Scheinkampf welches vom eigentlichen Problem ablenkt.

In der Reihe „ Körperkrieg- Körperfrieden“ möchte ich zu verschiedenen Themen meine Erkenntnisse und Erfahrungen aufschreiben, zunächst einmal zu den Themen:

„Warum sollte ich gesund Essen und was heißt das eigentlich? “ – Hier beschäftige ich mich auch mit dem Thema „Kalorienzählen“

„Wie ernähre ich mich um dauerhaft mein Wohlfühlgewicht zu erlangen?“

„ Warum fühle ich mich dick, egal wie viel ich wiege? “  -Ein Einblick in das Thema Körperschemastörung

„ Was ist emotionales Essen? “

Vielleicht hast Du auch mit dem Thema auf irgendeine Weise zu tun ?

Lasst uns aufhören uns selbst zu bekämpfen und gut zu uns sein 🙂

In diesem Sinne, alles Liebe,

Shakti